Trainingslager 2018 der 1. Mannschaft
Cala Millor, Mallorca
12. - 16.02.2018


Am frühen Samstagmorgen, mitten in der Nacht, um 8:45 Uhr war es soweit. Treffpunkt war der Bahnhof Bamberg. Pünktlich um 9:20 Uhr ging die Fahrt mit dem ICE dann nach München. In München angekommen, mussten wir zügig eine Etage nach unten in die S-Bahn mit Ziel Airport. Am Flughafen angekommen, wollten alle so schnell als möglich einchecken, um die Koffer los zu werden, denn wir hatten reichlich Zeit.
Das war auch gut so!
Da ich für einen erkrankten Spieler eingesprungen war musste ja NUR bei einem Flugticket eine Namensänderung veranlasst werden!

Aus dem NUR wurde eine Odyssee!

Der Coach und meine Wenigkeit machten uns gleich auf den Weg zum Schalter von Eurowings/Lufthansa, waren ja nur 100 Meter. Nach einer kleinen Wartezeit von ca. zehn Minuten, waren wir auch schon dran. Wir erklärten der Dame am Schalter unser Anliegen. Noch waren wir guter Dinge, da am Schalter nebenan scheinbar das gleiche Problem vorlag und dieser Familie geholfen werden konnte. Wir wurden eines Besseren belehrt.
Nach zehn Minuten auf der Tastatur herum klimpern und dreimal einen Kollegen fragen, bekamen wir die ernüchternde Antwort: Sie könne in diesem Fall nichts für uns tun, da müssten wir schon zum Reisebüro gehen.
Daraufhin der Coach zur Dame: Ganz schlecht, unser Reisebüro ist in Lichtenfels und wir hier bei Ihnen in München, worauf die freundliche Dame antwortete: Es gäbe im Terminal 2 ein Neckermann Reisebüro, wir sollten es dort versuchen.
Wir machten uns auf den Weg.
Nach einem fünfzehnminütigen Gewaltmarsch durch Terminal 1 und Terminal 2, fanden wir auch das Neckermann Reisebüro. Natürlich, wie sich das gehört, waren wir nicht die einzigen Kunden. Also warten! Wieder fünf Minuten sinnlos in der Gegend rumstehen. Endlich waren wir dran. Der Coach erklärte wieder den ganzen Vorfall (krank, kurzfristig eingesprungen, Namensänderung für ein Ticket). Die Dame klimperte auf ihrer Tastatur herum, ihr Kollege schaute ihr aufmerksam über die Schulter - dann endlich das Ergebnis: Tut uns leid, wir können in diesem Fall nichts tun, wir kommen nicht an den Buchungscode. „Na Bravo“ und jetzt? Darauf die Dame: Wenn uns jemand weiterhelfen kann, dann nur noch das Neckermann Service Center. Sie erklärte uns mit fuchtelnden Handbewegungen den Weg zum Service Center.
Also wieder laufen. Wer mich kennt weiß natürlich, wie es um meine Kondition bestellt ist!
Nach weiteren fünf Minuten Marsch kamen wir auch am Service Center an.
Yippie keine Kunden am Service Center, leider auch kein Personal. Was uns aber freundlich begrüßte, war ein weißer Karton mit einem roten Pfeil nach rechts.
Wir, freundliche und hilfesuchende Touristen, befolgen natürlich die Anweisung des freundlichen, weißen Kartons und liefen nach rechts bis ans letzte Ende des Terminals 2. An der nicht gerade sauberen Glasscheibe, die uns nach ca. 200 Metern das Ende des Terminals zeigte, mussten wir feststellen, da ist nichts. Also die 200 Meter zurück zum freundlichen, weißen Karton.
Wir waren dann richtig ungezogen und warfen einen Blick über den freundlichen Karton und siehe da, hinter einer Glasscheibe bei offener Tür, im Dunkeln, saß eine Dame.
Ich sprach sie mit den Worten „entschuldigen Sie bitte“ an. Sie antwortete mit einem sehr freundlichen „jaaaaaaa“, erhob sich von ihrem Stuhl und kam auf uns zu. Gott sei Dank übernahm der Coach dann gleich das Gespräch. Er erklärte der Dame wieder den ganzen Fall und was wir wollten. Sie nahm sämtliche Buchungsunterlagen an sich und verschwand hinter der Glaswand in ihr dunkles „Kämmerchen“. Wir konnten nur sehen, wie sie minutenlang auf der Tastatur herumklimperte und mehrmals telefonierte. Nach 20 Minuten kam sie dann wieder zu uns und erklärte uns, dass sie die Namensänderung für das Ticket nicht machen könne, weil sie nicht auf den Buchungscode zugreifen könne. Aber Sie könnte mir ein neues Ticket verkaufen. Ich dachte mir was soll’s. Ok, was kostet mich das. Daraufhin die „nette“ Dame: Für 675€ könne ich ein Ticket kaufen, aber erst für den nächsten Tag!!! Wir waren sprachlos, bedankten uns und gingen unverrichteter Dinge weg.
Auf dem Weg ins Terminal 1 entschieden wir, dass wir jetzt wieder zum Eurowings/Lufthansa Schalter gehen und der Dame erklären, dass wir überall waren und jeder uns zur Antwort gab: Wenn es jemand ändern kann, dann nur die Leute von Eurowings/Lufthansa.
Nach fünfzehn Minuten Marschieren kamen wir dann auch bei Eurowings/Lufthansa an. Nach einer kurzen Wartezeit, bis die Dame, die mit unserer Sache schon vertraut war, wieder frei war, vergingen wieder fünf Minuten. Wir traten an den Schalter und sofort kam ihr Kollege, den sie schon mal in dieser Sache gefragt hatte, mit zu uns. Wir erklärten beiden, dass wir jetzt überall waren und jeder uns sagte: Wenn es jemand ändern kann, dann nur Sie. Der Kollege erhob seine Stimme und sagte: Immer, wenn sie nicht mehr weiterwissen oder wollen, dann muss es der Helpdesk richten, dies gelte aber nicht uns.
Er nahm die Buchungsunterlagen, meinen Ausweis und meinte: Ich mach das jetzt. Er klimperte 15 Sekunden auf der Tastatur herum, gab dem Coach Buchungsunterlagen und mir meinen Ausweis wieder.
Dann der Satz: So jetzt gehen Sie rüber und checken ein.
Auf Wiedersehen und schönen Urlaub.
Gesagt getan.

Die Daten:
• 90 Minuten Umherlaufen
• einige Kilometer Marschieren
• und Nerven ohne Ende
für etwas, was ein fähiger Mitarbeiter in ca. 20 Sekunden erledigen kann.

Sollte jemand eine Führung am Airport München durchs Terminal 1 oder 2 brauchen, man kann uns dafür buchen.

Nachdem wir nun alle eingecheckt hatten und erfahren mussten, dass der Flug sich um eine Stunde verspätet, hatten wir wieder reichlich Zeit.
Ein Teil der Mannschaft lief am Flughafen herum und der andere Teil steuerte sofort ins „Bräustübla“. Nach einem deftigen Mittagessen und einer Runde Schafkopf war es dann soweit.
Wir gingen ans Gate und stiegen endlich in den Flieger nach Malle.
Nach 1 Stunde und 40 Minuten landete unsere Maschine auf dem Flughafen von Palma de Mallorca.
Jetzt nur noch die Koffer vom Gepäckband holen und ab in den Bus, der vor dem Flughafen wartete. Nach über einer Stunde Busfahrt, kamen wir um 21:45 Uhr an unserem Hotel, Club Simo, in Cala Millor, an.
Nachdem die Zimmeraufteilung geklärt war, wurden erstmal die Koffer auf die Zimmer gebracht.
Da das Abendessen auch schon vorbei war, richtete das Hotel für uns noch einen kleinen Snack in Buffetform an. Nach dem Abendessen gingen dann „alle?“ auf ihr Zimmer.

Sonntag, 11.02.2018
Mit einem gemeinsamen Spaziergang erkundigten wir zusammen den Ort Cala Millor und den Strand. Am Strand angekommen, wurde auch gleich die tägliche Laufstrecke festgelegt und auch gleich gejoggt.
Anschließend ging es wieder zum Hotel. Unsere beiden Michis hatten noch nicht genug und mussten natürlich noch eine Runde durch Cala Millor joggen.
Nach dem Mittagessen ging es wieder zum Strand. Das erste anstrengende Strandtraining stand auf dem Programm. Nach dem Training ging es wieder ins Hotel. Dort angekommen, hatten einige Spieler noch nicht genug und mussten sich beim Volleyball abreagieren.
Geschlossen und in einheitlicher Kleidung ging es dann zum Abendessen ans Buffet. Nach dem Abendessen stand dann das tägliche Abendtraining für Daniel und meine Wenigkeit auf dem Programm. Schafkopf spielen.

Montag, 12.02.2018
tägliche Laufstrecke absolviert (ca. 5km)
gemeinsames Frühstück
Fitnessraum
gemeinsames Abendessen
tägliche Abendtraining für Daniel und meine Wenigkeit, Schafkopf spielen

Dienstag, 13.02.2018
tägliche Laufstrecke absolviert (ca. 5km)
gemeinsames Frühstück
Strandtraining
gemeinsames Mittagessen
Strandtraining
gemeinsames Abendessen
gemeinsam Champions League Spiel anschauen in Cala Millor bei Reiner

Mittwoch, 14.02.2018
Frühstück
aus vorhersehbaren Gründen, musste das morgendliche Training ausfallen
gemeinsames Mittagessen
tägliche Laufstrecke absolviert (ca. 5km)
anschließend Bergsprints (was das morgendliche Training wett machte)
gemeinsames Abendessen
tägliches Abendtraining für Daniel und meine Wenigkeit, Schafkopf spielen

Donnerstag, 15.02.2018
tägliche Laufstrecke absolviert (ca. 5km)
gemeinsames Frühstück
SV Hallstadt - FC Cressier Tennis spielen
gemeinsames Mittagessen
Strandtraining
Am Nachmittag stand ein Testspiel (Länderspiel) gegen den FC Cressier (Schweiz) auf dem Programm. Die schweizer Freunde waren im selben Hotel untergebracht, somit machte man schon täglich Bekanntschaft mit unserem Testspielgegner. Das Spiel auf dem schwer bespielbaren Terrain wurde klar mit 4:1 gewonnen.
gemeinsames Abendessen

Freitag, 16.02.2018 Abreisetag
mitten in der Nacht aufstehen
gemeinsames Frühstück
6:00 Uhr Abholung mit dem Bus zum Flughafen Palma
Einchecken
9:55 Uhr Abflug Richtung Airport München
In München angekommen, Koffer holen und ab in die S-Bahn Richtung Hauptbahnhof.
Am Hauptbahnhof angekommen hatten wir noch etwas Zeit bis unser ICE Richtung Bamberg los fuhr.
In Bamberg angekommen löste sich die Truppe recht schnell auf und jeder ging wieder seine Wege.

Fazit:
Eine coole Truppe die den Sinn eines Trainingslager verstand und immer voll mit zog.
Die, die Zuhause geblieben waren haben auf jeden Fall etwas verpasst!
Es war mir eine Ehre Teil dieser Truppe sein zu dürfen.

Danke.

Bilder vom Trainingslager kommen noch...